Ist MiraDry gefährlich?

Tim ist mit dem MiraDry-Verfahren seine ständig nassgeschwitzten Achseln für immer losgeworden. Falls durchnässte Oberteile auch zu deinem Alltag gehören und du dieses Problem möglichst schnell und mit wenig Risiken loswerden möchtest, könnte diese neue Methode auch dir helfen.

Was ist MiraDry?

Bei diesem neuen Verfahren zur Behandlung von übermäßigem Schwitzen werden die Schweißdrüsen quasi verödet. Anders als bei alternativen Methoden ist bei MiraDry keine Operation nötig. Die Drüsen werden mit Mikrowellen erhitzt und stellen in der Folge ihre Produktion nahezu komplett ein. Die Zellen bleiben danach inaktiv und können nicht wieder nachwachsen. Durch gezielte Kühlung werden die Hautzellen an der Oberfläche von der Hitze nicht in Mitleidenschaft gezogen. Weil das MiraDry-Verfahren als risikoarm gilt, hat Tim sich für eine solche Therapie entschieden.

Netter Nebeneffekt der Behandlung: Auch die Haarwurzeln veröden bei der Therapie. Daher geht auch die Achselbehaarung als zusätzliche Wirkung deutlich zurück.

Inzwischen ist die Wirksamkeit der MiraDry-Methode auch in klinischen Studien bestätigt (siehe Lupin M, Hong HC, O’Shaughnessy KF. Long-term efficacy and quality of life assessment for treatment of axillary hyperhidrosis with a microwave device. Dermatol Surg. 2014;40(7):805-807).

Behandlungsablauf

Da es sich bei der Mikrowellen-Therapie um einen medizinischen Eingriff handelt, findet die Prozedur in einer Praxis oder Klinik statt. Bevor es los geht, müssen die Achseln zunächst vermessen werden. Dazu wird eine Schablone erstellt, anhand welcher die ausführende Fachkraft später genau weiß, wo sie den Mikrowellenkopf ansetzen muss. Bevor es richtig losgeht, wird die Achsel durch einen Arzt lokal betäubt. Dadurch hat Tim von der Behandlung nicht mehr viel gespürt. Weil die Betäubung ein ganzes Stück in den Arm ausstrahlt, konnte Tim den Mikrowellenkopf auf seiner Haut gar nicht fühlen. Die gesamte Prozedur dauert  ca. 90 Minuten.

Anschließend empfiehlt es sich, die Hautstelle direkt zu kühlen. In den meisten Praxen wird dazu sofort ein Kühlpack unter die Achsel geschnallt. Auch in den ersten Tagen nach der Mikrowellen-Therapie hat Tim noch regelmäßig gekühlt, da die Achseln bei ihm schon noch geschwollen und schmerzhaft waren. Bei Tim waren die betroffenen Stellen ungefähr eine Woche lang ziemlich empfindlich.

Ergebnis

Heute ist Tim seinen Achselschweiß komplett los. Egal ob im Hochsommer oder beim Sport: Unter seinen Armen ist es völlig trocken. Bei ihm war dafür nur eine Sitzung nötig. Die Kosten für die MiraDry-Behandlung lagen bei rund 2000 Euro.

Bis auf blaue Flecken, die nach wenigen Tagen wieder weg waren, hat Tim nichts von der Therapie zurückbehalten, keine Narben oder Ähnliches. Er benutzt tatsächlich inzwischen nur noch an wenigen Tagen ein Deospray. Für jeden, der für die ersten Tage nach der Sitzung ein bisschen Durchhaltevermögen mitbringen kann, kann Tim MiraDry uneingeschränkt empfehlen.

Donnerstag, 22 Oktober 2020 12:35